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TV-Kritik: Cenk geht

Der gestrige «Tatort» war der letzte Fall von Cenk Batu. Jetzt übernimmt Til Schweiger. Und ohne vorurteilen zu wollen: Die Absetzung Batus war ein Fehler – das zeigte die grossartige Folge von gestern.

Gestern also der letzte «Tatort» mit Cenk Batu. Und die grosse Frage war wie bei allen Folgen mit dem Undercover-Polizisten nicht, ‹who dunnit?›, sondern: Wird er die 90 Minuten überleben? Überhaupt: Wie lässt man einen Kommissar, der nur wenige Krimis machen durfte, abtreten? Wird er in den Innendienst versetzt? Oder kommt er tatsächlich um?

Wer die bisherigen, allesamt grossartigen Batu-Krimis aus Hamburg verfolgt hat, tippte auf Letzteres. Der Mann, überzeugend gespielt von Mehmet Kurtulus, schwebte als verdeckter Ermittler stets in akuter Todesgefahr. Und bereits die ersten paar Filmminuten brachten Gewissheit; der einsame Wolf Batu plantschte verliebt mit einer Frau am Meer. Ein verdeckter Ermittler der Gefühle zeigt – das konnte nur tragisch enden. Dazu blitzartig eingeblendete Bilder aus der Zukunft, die ihn mal blutüberströmt, mal mit dem Bundeskanzler als Geisel zeigten. An der Schläfe des Politikers eine Pistole.

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