Zum Hauptinhalt springen

Träfe, träge Traurigkeiten

Die Kölner «Tatort»-Kommissare Ballauf und Schenk stolpern in «Freddy tanzt» über ihre eigenen Unzulänglichkeiten: ein ruhig-analytischer Film noir, den Glaubwürdigkeit nicht interessiert, sondern Echtheit.

Eine Mutter sucht am Rheinufer nach ihrem Sohn. Dass sie ihn findet, ist kein Trost.
Eine Mutter sucht am Rheinufer nach ihrem Sohn. Dass sie ihn findet, ist kein Trost.
Freddy (Dietmar Bär) tanzt. Gestolpert ist und psychisch verheddert hat sich der Kommissar vorher.
Freddy (Dietmar Bär) tanzt. Gestolpert ist und psychisch verheddert hat sich der Kommissar vorher.
Schön, wenn die Ermittlungen das Team auf die Zuschauertribüne führen. Nicht schön, was der Trainer an homophoben Sprüchen draufhat.
Schön, wenn die Ermittlungen das Team auf die Zuschauertribüne führen. Nicht schön, was der Trainer an homophoben Sprüchen draufhat.
1 / 4

«Los, aufstehen, Leute, raus hier!» Die Polizei räumt auf. Taschenlampen spritzen Licht in verschlafene Pennervisagen. Die Männer in den Schlafsäcken grunzen und motzen, die Männer in Uniform machen markige An- und Durchsagen. Dann sind alle weg. Die Kamera folgt einem der Obdachlosen durchs Dunkel ans Kölner Rheinufer; und was jetzt kommt, wird die in jedem Sinn lichteste Szene der gesamten neuen «Tatort»-Episode «Freddy tanzt» gewesen sein: Der junge Mann spielt selbstvergessen mit seinem Hund – natürlich ein Labrador Retriever, so freundlich wie der helle, sonnengesprenkelte Morgen am Wasser, zwischen Wiesen, Wäldchen und renaturiertem Ufer. Danach wird alles düster.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.