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«Sie halten immer zusammen, wenn es wirklich wichtig ist»

MTV setzt die Proleten-Serie schlechthin – «Jersey Shore» – ab. Ein Gespräch mit Medientheoretiker Christian Ritter über das Erbe der Show, die Bedeutung des Sex, «gym, tan, laundry» und seine Lieblingsfigur.

Die Mitglieder von «Jersey Shore», von links: Vinny Guadagnino, Angelina Pivarnick, Paul «DJ Pauly D» Delvecchio, Jenni «JWOWW» Farley, Ronnie Magro, Nicole «Snooki» Polizzi,  Mike «The Situation» Sorrentino and Sammi «Sweetheart» Giancola.
Die Mitglieder von «Jersey Shore», von links: Vinny Guadagnino, Angelina Pivarnick, Paul «DJ Pauly D» Delvecchio, Jenni «JWOWW» Farley, Ronnie Magro, Nicole «Snooki» Polizzi, Mike «The Situation» Sorrentino and Sammi «Sweetheart» Giancola.
Keystone
Vom Soap-Star zum populärsten It-Girl: Kim Kardashian, auch bekannt aus der Reality Soap «Keeping Up with the Kardashians».
Vom Soap-Star zum populärsten It-Girl: Kim Kardashian, auch bekannt aus der Reality Soap «Keeping Up with the Kardashians».
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Herr Ritter, «Jersey Shore» ist bald Geschichte. Ist der Lebensentwurf des Überprolls, der seinen Körper im Fitness-Studio stählt, sich ins Solarium legt und danach Party macht, nicht mehr en vogue? Das täuscht. Das Lebensgefühl, das «Jersey Shore» darstellt, wurde bereits zu Beginn der 1990er mit «The Real World» am TV inszeniert. Dann gab es Shows wie «A Shot at Love with Tila Tequila», und mit «The Pauly D Project» gibt es auch bereits ein Spin-off. Das Milieu, auf das die Sendung abzielt, besteht ja weiterhin. Und solange es besteht, werden auch weitere solche Sendungen produziert werden, die einerseits als Identifikationsangebot, andererseits als Objekt des voyeuristischen Blicks dienen.

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