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SF-Sport-Moderator überspannte den Bogen

Sacha Ruefer wird erneut wegen eines flapsigen Spruchs gerügt: In einer Olympia-Übertragung hat er die Italiener beleidigt, findet der SRG-Ombudsmann.

Sacha Ruefer redet gerne und schnell. So schnell, dass allenthalben der Eindruck entsteht, er rede, bevor er den Kopf einschalte. Eine Entgleisung an den Olympischen Spielen erhärtet diesen Verdacht: Im Bogenschützenfinale trifft der Italiener Nespoli nicht ins Schwarze - Italien verpasst die Goldmedaille. Kommentar Ruefer: «Zum Glück wohnt Nespoli in der Lombardei und nicht in Sizilien. Sonst würde sein Haus wohl schon brennen.»

«Eine klare Fehlleistung», urteilt der Ombudsmann Achille Casanova nun in einem unlängst publizierten Bescheid. Casanova gibt einem TV-Zuschauer recht, der eine Beschwerde eingereicht hat: Er kommt zum Schluss, dass Ruefer die Italiener im Allgemeinen und die Sizilianer im Besonderen beleidigt habe. Was für Ruefer bitter sein muss: In einer Stellungnahme verwehrt auch Ruefers direkter Vorgesetzter, Sportchef Urs Leutert, ihm die Rückendeckung: Dieser habe mit seiner Formulierung «den schmalen Grat guter Unterhaltung» verfehlt.

Serie von Entgleisungen und Fehltritten

Ruefers Lapsus reiht sich ein in eine ziemlich lange Serie von Entgleisungen und sprachlichen Fehltritten. In seinen Reportagen betitelt er Italien schon einmal als «Spaghetti-Land», das ältere Publikum, das ihm zuhört, als «Corega-Tabs-Fraktion». Sein lockeres Mundwerk wurde Ruefer denn auch schon zum Verhängnis: Nach einer Häufung von Schnitzern wurde Sascha Ruefer vor einigen Jahren als Live-Reporter zwischenzeitlich kaltgestellt. Bei seiner Wiedereinsetzung versprach er, künftig sachlicher zu kommentieren.

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