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Grossartig hingegiftet

Ulrich Tukur mit Doppelgänger versteht sich und die irre Welt nicht mehr: Der neue Wiesbaden-«Tatort» ist ein superwitziges Vexierspiel fernab vom klassischen Krimi.

Es «tatortet» sehr: Wolfram Koch (links) spielt Koch, der den «Tatort»-Kommissar Brix spielt; der Darsteller des ehemaligen Leipzig-Kommissars, Martin Wuttke, mimt einen Verdächtigen, und Margarita Broich (im wahren Leben Wuttkes Frau) gibt Kommissarin Janneke. Und sie hassen einander.
Es «tatortet» sehr: Wolfram Koch (links) spielt Koch, der den «Tatort»-Kommissar Brix spielt; der Darsteller des ehemaligen Leipzig-Kommissars, Martin Wuttke, mimt einen Verdächtigen, und Margarita Broich (im wahren Leben Wuttkes Frau) gibt Kommissarin Janneke. Und sie hassen einander.
Das Erste
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Was ist das? «Wer bin ich?» ist jedenfalls kein normaler «Tatort». Eher gar keiner oder aber einer in Potenz. Den Medienkulturpreis 2015 hat er jedenfalls schon eingefahren, und ein hochironisches Schelmenstück ist er allemal. Da tummeln sich gleich mehrere «Tatort»-Kommissare: Ulrich Tukur als Wiesbadener LKA-Ermittler Felix Murot und sein Sidekick Magda Wächter (Barbara Philipp); das neue Frankfurter «Tatort»-Team in Gestalt von Wolfram Koch und Margarita Broich; und der ehemalige Darsteller des Leipziger Kommissars, Martin Wuttke. Die sind freilich nicht als Kriminalisten im Einsatz, sondern als Schauspieler, die gerade in «Tatort»-Drehs mittun. Tukur gibt also Tukur, der tagsüber vor der Kamera Murot spielt und abends angeödet im Hotel hockt. Dieser fiktionale Tukur gerät ins Fadenkreuz einer Mordermittlung, die wiederum von den «echten» Wiesbadener Kommissaren Kugler und Kern geführt wird (Sascha Nathan, Yorck Dippe). Alles klar?

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