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Diese Zeitschrift können Sie im Fernseher lesen

Seit 90 Jahren gibt es den «New Yorker» auf Papier. Jetzt hat Amazon das Magazin als Serie verfilmt: «The New Yorker Presents». Das ist ein berauschendes Erlebnis, das auf Dauer süchtig macht.

Zunächst muss geklärt werden, was die spezifische Ästhetik des «New Yorker» ausmacht. Es ist nämlich so, dass man einen Text oder Cartoon des «New Yorker» auf Anhieb erkennt, und das ist eigentlich schon seit 1925 so, seit dem Jahr, in dem das Magazin mit den schön gemalten Coverbildern, in dem so viele amerikanische Schriftsteller debütiert haben, zum ersten Mal erschien.

Da sind die ellenlangen Essays, denen man anmerkt, dass ihre Autoren sich viele Monate (manchmal Jahre) für die Recherche und das Schreiben Zeit lassen durften – Essays, die immer nach demselben Prinzip gebaut sind. Zuerst kommt ein sinnlicher Eindruck, eine Anekdote, ein fassbares Bild, dann viel Analyse, dann kommen Experten zu Wort; dann kehrt der Autor noch einmal zu dem Bild oder der Anekdote vom Anfang zurück und versucht eine Schlussfolgerung oder beschliesst sein Stück mit einem Expertenzitat.

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