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Der Meister und seine Liebesdienerin

«Game of Thrones»-Autor George Martin trifft in einer TV-Sendung auf Schauspielerin Sibel Kekilli. Einer der beiden verkommt darin zum unbedarften Stichwortgeber.

Bald rollen wieder die Köpfe. Anfang April startet die neuste Staffel der populären Serie «Game of Thrones». Da kann sich selbst der Hochkultursender Arte nicht zurückhalten und bedient die Vorfreude der Fans mit einer aussergewöhnlichen Produktion: einer Begegnung zwischen «Game of Thrones»-Autor George Martin und Sibel Kekilli, der deutschen Schauspielerin, die in der Serie Shae spielt – eine launenhafte Liebesdienerin. Vor zehn Jahren gewann sie für ihre Rolle im Drama «Gegen die Wand» den Goldenen Bären, inzwischen ist sie «Tatort»-Kommissarin.

Kekilli hat laut eigener Aussage Martins Bücher nie gelesen. Wieso man von der ganzen «Game of Thrones»-Besetzung ausgerechnet die Deutsch-Türkin auf ihn loslässt, begründet Arte so: «Der Film zeigt zwei sich tief verbundene Künstler im Gespräch über ihre artistische Verantwortung.» Die Zuschauer dürften allerdings eher auf einen Einblick in die reale Welt des Fantasy-Schöpfers aus sein. Und die sieht so aus: ein riesiges Haus in Santa Fe, wo Tausende Spielfigürchen stehen. Auch eine nackte Shae ist darunter, was Martin mit einem schrillen, hexenartigen Lachen kommentiert.

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