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Der Krimi ist zur Leichenshow geworden

Was der Fernsehzuschauer längst vermutet hat, ist jetzt wissenschaftlich erhärtet: Fernsehkrimis gehen immer näher und länger ran, wenn eine Leiche zu sehen ist.

Leiche lag im Auto: «Tatort» in Leipzig vom Dezember 2010.
Leiche lag im Auto: «Tatort» in Leipzig vom Dezember 2010.
Keystone

«Vierzig Jahre Leichenshow – Leichenschau» hat der Kommunikationsforscher Stephan Völlmicke von der Universität Münster seine 1200 Seiten umfassende Arbeit betitelt. 2200 Einstellungen von 82 «Tatort»-Krimis aus 40 Jahren hat er sekundengenau analysiert. Wurden früher Tote nur schemenhaft und kurz gezeigt, geht die Kamera beim «Tatort» jetzt ganz nah. Blutlachen werden gezeigt, ein entstelltes Gesicht, gerne auch Verwesungserscheinungen.

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