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Das Präsidium als Löwenkäfig

Das Dortmunder «Tatort»-Team zerfleischte sich in einer spektakulären Folge gegenseitig.

Dieser «Tatort» war wie sein Kommissar: provokativ, ekelhaft, schlagfertig. Provokativ deshalb, weil die Folge «Hydra» mit politisch unkorrekten Aussagen nicht sparte. Da fielen Sätze am Laufmeter, die einen erschauern lassen: «Bulgaren und Rumänen weigern sich zu arbeiten, müllen die Strassen zu, lassen sich durchfüttern.» (Sagte ein Neonazi). Oder: «Juden haben so etwas wie einen diplomatischen Status. Sie koksen und vögeln Zwangsprostituierte und sind immer noch die moralische Instanz.» (Sagte ein Polizist).

Verbal ging es also gehörig zur Sache. Das verlieh der Folgen einen packenden Drive, den sie von ihrem Milieu her – eben Neonazis – nicht hatte. Das rechtsradikale Glatzenfeld ist ziemlich ausgeschlachtet, was denn auch dazu führte, dass die Bösen ziemlich blass und uninteressant blieben. Was die kratzbürstigen Dortmunder Polizisten um Hauptkommissar Faber mehr als ausglichen.

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