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Vargas Llosa lehnt Vorsitz des Cervantes-Instituts ab

Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa will das renommierte spanische Cervantes-Institut nicht leiten.

Vielprämiert: Autor Vargas Llosas bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universidad Peruana Cayetano Heredia in Lima (Dezember 2011).
Vielprämiert: Autor Vargas Llosas bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universidad Peruana Cayetano Heredia in Lima (Dezember 2011).
Keystone

Wie der Sender Radio Nacional heute berichtete, habe Vargas Llosa den ihm angebotenen Vorsitz des Instituts abgelehnt.

Dennoch wolle er wie in den vergangenen 16 Jahren weiter mit der kulturellen Einrichtung zusammenarbeiten. Der Schriftsteller, der auch die spanische Staatsangehörigkeit besitzt, habe seine Entscheidung in einem Brief an den spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy mitgeteilt. König Juan Carlos hatte Vargas Llosa am Mittwoch namens der Regierung für den Posten vorgeschlagen.

«Unvereinbar» mit literarischer Tätigkeit

Die Madrider Zeitung «El País» zitierte eine Quelle aus dem Umfeld des Schriftstellers, wonach Vargas Llosa den ihm angebotenen Posten als «unvereinbar» mit seiner literarischen Tätigkeit betrachte.

Vargas Llosa hatte bereits 1996 eine Offerte der damaligen spanischen Regierung von José María Aznar zur Leitung des Cervantes- Instituts abgelehnt. Damals begründete der jetzt 75-jährige Autor seine Entscheidung damit, dass er der spanischen Kultur besser dienen könnte, indem er seine «Unabhängigkeit und Freiheit» bewahre.

Das vor 21 Jahren gegründete Cervantes-Institut fördert die Verbreitung der spanischen Sprache und der Kultur aller spanischsprachigen Länder. Es ist mit 77 Niederlassungen in 44 Ländern vertreten.

SDA

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