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Stuhlhochstapler und andere Aliens

Wo die gute alte Zirkuskunst fürs 21. Jahrhundert getunt wird und Tiere draussen bleiben müssen: 
Zum ersten Mal gastiert der kanadische Cirque du Soleil in Bern.

Der Cirque du Soleil hat seine Berner Premiere auf der Allmend gefeiert.
Der Cirque du Soleil hat seine Berner Premiere auf der Allmend gefeiert.
Tobias Anliker
Die Zirkusleute zeigten ihr Programm «Kooza».
Die Zirkusleute zeigten ihr Programm «Kooza».
Tobias Anliker
Nur die Clowns drosselten die Geschwindigkeit etwas.
Nur die Clowns drosselten die Geschwindigkeit etwas.
Tobias Anliker
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Es riecht weder nach Sägemehl noch nach Raubtieren. Auch der Schweiss scheint verbannt aus dem Chapiteau des Cirque du Soleil. Einzig ein mächtiger Hund, der gerne an die Stuhlreihen pisst und manchmal den Clowns die Show stiehlt, sorgt für ein bisschen tierischen Dreck. Die Artisten des kanadischen Zirkusunternehmens, das erstmals in Bern (auf der Allmend) gastiert, kommen aus einer anderen Welt: Lauter Aliens aus einem Universum, das die Schwerkraft nicht kennt, bevölkern die Show «Kooza», was im Sanskrit so viel bedeuten soll wie Schatztruhe. Erhitzt bis zur Keimfreiheit ist die perfekte Welt dieser Ausserirdischen, doch die Sterilität wird in so viel glittrige Poesie und eine laute rockige Sound-Kulisse verpackt, dass sie kaum mehr wahrgenommen wird. Die Meister aus Québec sind allerdings sehr wohl vertraut mit den guten alten Zirkustraditionen. Wie man Erwachsenen wieder das kindliche Staunen beibringt, diesen Trick beherrschen sie seit ihren Anfängen vor mehr als 30 Jahren perfekt.

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