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Lachen über Corona: Die besten Witze im Netz

Die Epidemie wird uns wohl noch Wochen und Monate beschäftigen. Zeit für eine Pause mit den zehn besten Corona-Witzen.

Andreas Tobler
Ausschnitt aus der «Heute Show» mit Oliver Welke. So schlecht ist der Witz nicht. Aber es geht besser, wie unsere Auswahl zeigt (Foto: Screenshot).
Ausschnitt aus der «Heute Show» mit Oliver Welke. So schlecht ist der Witz nicht. Aber es geht besser, wie unsere Auswahl zeigt (Foto: Screenshot).

Selbstverständlich will sich niemand über die Opfer des Coronavirus lustig machen. Oder über das Risiko einer Ansteckung. Aber wenn die Experten recht behalten, wird uns das Virus noch mehrere Monate begleiten, bis wir es durch regelmässiges Händewaschen, «social distancing» und einen Impfstoff in den Griff bekommen. Viel Zeit, die man mit ein wenig Corona-Humor sicher vertreiben kann. Hier unsere Lieblinge aus dieser neuen Witzegattung, in der sich viele versuchen, aber nur wenige richtig überzeugend sind.

1. Der Klassiker:

Das erste Opfer des Virus war das Corona-Bier, denn über nichts wurden so viele Witze gemacht wie über die mexikanische Biermarke. Hier der herzigste Joke, der tausendfach im Netz geteilt wurde. Sein Urheber ist unbekannt wie Patient null des Virus, nach dem die Suche noch immer läuft:

2. Die Menschenkette:

Wenn irgendetwas Unerwartetes auf dieser Welt geschieht, ist auf das Satiremagazin «Titanic» und seine Partei «Die Partei» verlass. So ist es auch beim Coronavirus.

3. Trump und das Virus:

US-Präsident Donald Trump ist ein beliebtes Sujet für Corona-Witze. Spätestens seit er die Auffassung vertrat, das Virus werde im April wieder ausgestorben sein, wenn die Temperaturen steigen und das Wetter besser ist. In amerikanischen Late-Night-Sendungen gibt es zuhauf Witze über Trumps Unwissenheit, was das Virus anbelangt. Wir finden, dass der folgende Bildwitz der bisher beste Corona-Joke mit Trump in der Hauptrolle ist.

Trump und seine Sicherheitsberater. Urheber unbekannt.
Trump und seine Sicherheitsberater. Urheber unbekannt.

4. Der kürzeste Horrorschocker der Filmgeschichte:

Es gibt mehrere Sketches, welche die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zum Thema haben. Und gleich mehrere spielen an einer Bushalteststelle. Den besten Sketch hat Robert B. Weide gedreht, der als Regisseur von Larry Davids «Curb Your Enthusiasm» einen Emmy erhielt. In den sozialen Medien und auf Whatsapp macht das Filmchen als kürzester Horrorschocker die Runde.

5. Die Sache mit dem Rassismus:

Deutschsprachige Berufskomiker halten sich zur Zeit noch stark zurück, wenn es um das Coronavirus geht. «Late Night»-Veteran Harald Schmidt hat in seiner Videokolumne für den «Spiegel» zwar dem Virus bereits mehrere Folgen gewidmet. Aber bisher erschöpft sich Schmidts Humor in einigen zahmen Pointen. Schärfer war der Auftritt der Kabarettistin Lisa Eckhart bei Dieter Nuhr: Wie gewohnt spielte die 27-jährige Österreicherin dabei mit rassistischen Stereotypen, um sich unmittelbar darauf wieder von diesen zu distanzieren.

6. Unfreiwillige Komik:

Wenn die Humorprofis nichts oder nur wenig liefern, lohnt sich ein Blick zu den Gelegenheitskomikern. Fündig wird man – wie fast immer – beim Regionalfernsehen, wo sich unter Produktionsdruck lustige Pannen anhäufen. Hier etwa bei unseren hochgeschätzten Kollegen von Blick TV, die am Bahnhof Bern bei Pendlern Reaktionen zum Coronavirus einfangen wollten. Es kam anders.

7. Hamsterkäufe:

Hamsterkäufe waren in den ersten Tagen der Epidemie ein beliebtes Sujet, um sich über die übertriebene Panik lustig zu machen. Besonders populär waren Fotos von Pasta-Regalen in Supermärkten, in denen nur noch Asia-Nudeln vorrätig waren. Alles andere war ausverkauft. Während es noch halbwegs nachvollziehbar ist, warum Pasta und Pelati sich besonders gut als Notvorräte eignen, gibt es aber auch Mysterien. So etwa, warum einige Leute Erdbeeren für ihren Luftschutzkeller zu hamstern scheinen:

8. Was kochen?

Wenn alle angesichts von Corona Notvorräte bunkern, stellt sich nicht zuletzt die Frage, was damit einst gekocht wird. TV-Koch Johann Lafer scheint bereits einige Rezepte ausgetüftelt zu haben. Entdeckt hat das der deutsche Komiker Bastian Pastewka.

9. Für Anspruchsvolle: Adorno und das Virus

Wem alles Bisherige zu seicht war, kann vielleicht über den folgenden Tweet lachen. Er parodiert ein berühmtes Interview, das der «Spiegel» 1969 mit dem deutschen Philosophen Theodor W. Adorno (1903–1969) führte:

Um den Witz würdigen zu können, lohnt sich die Kenntnis des Originalinterviews mit Adorno, das auf dem Höhepunkt der Studierendenproteste geführt wurde:

Quelle: Spiegel. Das ganze Interview gibt es hier.

10. Und die Schweizer?

Während sonst zu vielen Themen schnell scharfe Pointen zu haben sind, halten sich Schweizer Berufskomiker mit Witzen zum Coronavirus auffällig zurück. Am lustigsten war bisher ein Tweet von Viktor Giacobbo zum schrillen Auftritt von Magdalena Martullo-Blocher im Nationalrat – wobei von anderen Twitter-Usern ziemlich prompt die Frage aufgeworfen wurde, wie man Globi «nur so verunglimpfen» könne.

Richtig gut sind auch die Corona-Tweets von Slam-Poet Renato Kaiser:

Vielleicht hat die Zurückhaltung der Schweizer Komiker in Sachen Corona aber einen tieferen Grund. Renato Kaiser scheint da mehr zu wissen.

Bonus: Richtiges Händewaschen – mithilfe eines iranischen Komikers

Und weil trotz Humor das Wichtigste nicht vergessen gehen soll, hier noch die Erinnerung, wie das Virus am besten in Schach gehalten werden kann: durch gründliches Händewaschen. Der iranische Schauspieler und Influencer Danial Kheirikhah macht im folgenden Video in schönster Stummfilmmanier vor, wie es richtig geht – zu Brahms «Ungarischen Tänzen».

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