Sein Dorf liegt heute in Trümmern
Als Schüler musste er salutieren und Assad ewige Treue schwören. Gelernt hat der kurdische Filmemacher aus Syrien, der in Bern lebt, dabei eines: wie aus Menschen Schlächter werden.

«Ich habe noch eine Geschichte», sagt Mano Khalil. Und hängt eine Episode an die andere: etwa, wie er wegen einer im Libanon gekauften Jacke beinahe verhaftet worden wäre. Oder wie er als Junge einem fast blinden Ladenbesitzer vorlas – gegen Bezahlung in Form von Bonbons. Ein Geschichtenerzähler: Das ist der Kurde aus Syrien, der seit 1996 in der Schweiz lebt, auch in seinen Dokumentarfilmen, «Unser Garten Eden» zum Beispiel oder «Der Imker».
