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«Niveaulimbo» ist Jugendwort des Jahres

«Niveaulimbo» - ständiges Absinken des Niveaus unter anderem am Fernsehen - ist das deutsche Jugendwort 2010. Das vom Publikum vorgeschlagene Wort ging leer aus.

Die Fachjury entschied sich in ihrem abschliessenden Urteil gegen das Publikum, das «Speckbarbie» bevorzugte. «Speckbarbie» - aufgetakelte Dicke in zu enger Kleidung - war von den jugendlichen Online-Votern auf den ersten Platz gesetzt worden. Die Jury, laut Pressemitteilung vor allem die jüngeren Mitglieder, empfanden den Begriff aber als allzu abwertend. Er landete auf Platz vier.

Die Silbermedaille gab die Jury ebenso wie die Online-Voter dem «Arschfax», dem aus der Hose hängenden Slip-Etikett. Bronze ging an «Egosurfen» - sich selbst im Internet suchen - einen Begriff, den es schon seit 1995 gibt, der aber im Zuge der boomenden Social-Network- Plattformen an Bedeutung gewonnen hat.

Platz 5 schliesslich belegt im Urteil der Jury «n1» oder «nice one», ein beliebtes Kompliment in Chat und SMS. Leer ausgegangen sind unter anderen «Änderungsfleischerei» für Schönheitschirurgie und «Klappkaribik» für Sonnenbank.

Warten aufs Schweizer Jugendwort

Gestartet wurde die Initiative 2008 vom Langenscheidt Verlag. Damals wurde «Gammelfleischparty» für ein Fest für über 30-Jährige Jugendwort des Jahres. 2009 gewann «hartzen» für arbeitslos sein und rumhängen.

Ein Schweizer Jugendwort wurde 2009 erstmals von einer vom Radiojournalisten Hannes Hug präsidierten Jury gekürt. Es lautete «Sbeschtewosjehetsgits» (S'Beschte wo's je het's git's). Der Ausspruch stammte vom Basler Maturanden Heshurim Aliu, der ihn angeblich als Gag, nicht etwa aus sprachlichem Unvermögen, in einer Reportage von «Telebasel» benutzte. Der Ausdruck gilt mittlerweile bereits als veraltet.

Haben Sie schon einmal das Wort «Niveaulimbo» gehört? Welches ist Ihr liebstes Jugendwort? Kommentare bitte unten anbringen.

SDA

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