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Nicht nur beim «Lounging» waren sie der Zeit voraus

Der Grand Prix Design geht dieses Jahr an Susi und Ueli Berger für ihr Lebenswerk. Mit ihren Möbelentwürfen haben sie in den 70er- und 80er-Jahren Schweizer Designgeschichte geschrieben.

Susi Berger vor ihrem Haus in Ersigen BE. Seit dem Tod ihres Mannes bewohnt sie es mit ihrem Sohn.
Susi Berger vor ihrem Haus in Ersigen BE. Seit dem Tod ihres Mannes bewohnt sie es mit ihrem Sohn.
Ruben Wyttenbach (13 Photo)

«Ich war der Kopf, und er wollte berühmt werden.» Susi Berger, heute 72, sagt bei meinem Besuch gleich zu Beginn diesen bemerkenswerten Satz, und man ist etwas baff. Er macht auf unverhohlene Art deutlich, dass es im Leben des Künstler- und Designerpaares nicht nur um Möbel ging, die nach 40 Jahren gemeinsamen Schaffens ein umfassendes Lebenswerk darstellen, sondern auch um die Vormachtstellung in der Beziehung. Sie, die Ende der 60er-Jahre noch junge, aber bereits erfolgreiche Grafikdesignerin aus Bern, aus intellektuellem Haus und ihm bildungsmässig überlegen. Er, Malermeistersohn, der das elterliche Geschäft übernehmen sollte, sich aber zu Höherem berufen fühlte – zum Maler und Bildhauer.

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