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Georg Baselitz im Visier der Steuerfahnder

Nach dem Sport erwischt es nun die Kunstszene: Steuerfahnder haben die Villa von Georg Baselitz durchsucht. Der Maler und Bildhauer soll Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben.

Hat angeblich Steuern in Millionenhöhe hinterzogen: Der Künstler Georg Baselitz. (Foto vom 20. November 2009)
Hat angeblich Steuern in Millionenhöhe hinterzogen: Der Künstler Georg Baselitz. (Foto vom 20. November 2009)
Keystone

An Auktionen erzielen die Werke von Georg Baselitz Gebote in Millionenhöhe. Davon soll der weltbekannte deutsche Maler einiges am Fiskus vorbeigeschleust haben, wie Spiegel.de berichtet. Auf die Schliche gekommen seien ihm die Steuerbehörden, weil sein Name in den Unterlagen zu UBS-Kunden aufgetaucht sei.

«Kistenweise Unterlagen» sollen die Ermittler im weitläufigen Anwesen des 75-Jährigen am bayerischen Ammersee gesichert haben. Georg Baselitz, der eigentlich Hans-Georg Kern heisst, war bei der Hausdurchsuchung nicht vor Ort. Als die Fahnder geklingelt hätten, sei Baselitz vermutlich auf dem Weg nach Italien gewesen, wo er ein weiteres Domizil besitze.

Ein Schuldeingeständnis ist das offenbar nicht. Über seinen Sekretär habe er verlauten lassen, dass er keine Steuern in Millionenhöhe hinterzogen habe und dass es auch keinen Haftbefehl gegeben habe. Die Ermittlungen dementierte er jedoch nicht, und auch darüber, ob er seine Steuerschuld inzwischen beglichen habe, habe er nichts sagen wollen. Ausgerechnet im Januar dieses Jahres hatte sich der Künstler in einem «Spiegel»-Interview darüber ausgelassen, dass «trotz der ganzen Steuern», die die Künstler zahlten, «angeblich kein Geld da ist in diesem Land für die Kunst».

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