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Europäische Ehren für Museum für Kommunikation

Das Berner Museum für Kommunikation erhält eine renommierte Auszeichnung: Es bekommt den Museumspreis des Europarates.

Ausgezeichnet: Blick ins Museum für Kommunikation.
Ausgezeichnet: Blick ins Museum für Kommunikation.
zvg/Beat Schweizer

Das Museum für Kommunikation in Bern gewinnt den renommierten Museumspreis 2019 des Europarats. Das teilte die Kulturkommission der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (PACE) am Freitag auf ihrer Homepage mit.

Das Museum für Kommunikation sei «ein eindeutig sehr interaktives, alle Sinne ansprechendes, beteiligungsorientiertes, zugängliches, spielerisches, offenes und demokratisches Museum», begründete in der Mitteilung Nino Goguadze den Entscheid. Der Georgier ist Vertreter der Kulturkommission, die für den Preis verantwortlich ist.

Das Berner Museum greife kreativ und offen Phänomene der heutigen Kommunikation auf: den Wert von Wahrheit, die Auswirkungen von Lügen oder auch Verstehen oder Missverstehen sowie Kommunikation in einer kulturell pluralistischen Gesellschaft - um nur einige der Schwerpunkte des Museum aufzuzählen, die die Kulturkommission lobt.

Entsprechend erfreut reagiert Jacqueline Strauss, Direktorin des Museums für Kommunikation: «Wir wollten das Museum neu erfinden - dieser Preis ist nun eine grosse Bestätigung für unsere Arbeit», sagt sie der Agentur Keystone-SDA. Besucherinnen und Besucher des Museum könnten Kommunikation direkt erleben, was für das Publikum wie das Museumsteam gleichermassen inspirierend sei.

Mitte August 2017 hatte sich das Museum für Kommunikation mit einem neuen Konzept vorgestellt. Kernpunkt ist seither, dass sogenannte Kommunikatorinnen und Kommunikatoren, also Menschen aus Fleisch und Blut, direkt mit dem Publikum in den Dialog treten, Fragen beantworten oder Hintergrundgeschichten erzählen. Dem Museum hat dieses neue Konzept 50 Prozent höhere Besucherzahlen eingebracht.

Zum dritten Mal in die Schweiz

Der hoch angesehene Museumspreis des Europarats wird jährlich seit 1977 vergeben. Für die Auszeichnung relevant sind ein besonderer Beitrag zum Verständnis des europäischen Kulturerbes, der Respekt für Menschenrechte und Demokratie sowie der Brückenschlag zwischen Kulturen sowie über soziale oder politischen Grenzen hinweg.

Das ausgezeichnete Museum erhält einen Wanderpreis, eine Joan-Miró-Statuette «Die Frau mit dem schönen Busen», die jeweils anlässlich der Frühlingssession des Europarats in Strassburg vergeben wird. Die feierliche Zeremonie für das Museum für Kommunikation wird voraussichtlich am 9. April 2019 stattfinden.

Zu den bisherigen Gewinnern des Museumspreises des Europarats gehören das War Childhood Museum in Sarajevo (2018), das Caribbean Centre of Expressions and Memory of the Slave Trade and Slavery in Guadeloupe (2017) oder das European Solidarity Centre in Danzig (2016).

In die Schweiz ging der Preis bereits zwei Mal: 2007 an das Museum der Reformation in Genf und 2003 an das archäologische Museum Laténium in Neuenburg-Hauterive.

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