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«Es vo Weschte herbiiziehends Tüüf»

Unsere Mundart ist vom Hochdeutschen längst ausgehöhlt. Etwa durch das «Lokalradiofutur».

In Zürcher Kindergärten soll auf Mundart unterrichtet werden, haben die Stimmbürger verfügt. Die Verfechter des Hochdeutschen haben verloren – und gewonnen. Eigentlich ist dieser Dialekt längst zu einem Gutteil Hochdeutsch; er ist ein Schatten seiner selbst. Auf Züritüütsch: «Er isch en Schatte siner sälbscht.»

Wem diese Formulierung eines Zürcher Lokalradios, die auf einen Prominenten gemünzt war, holprig vorkommt, der lausche einmal einem Mundartsprecher im Radio oder TV. Vom Sprachbild bis zum Satzbau ist so manches Hochdeutsch, was sich mundartlich gibt. «Ihres Warte hät es Änd.» – «Die folgende Pünkt hät ihm de Staatsaawalt im laufende Verfahre aaglaschtet.» – «D Fabrik a de Töss isch nöd uf en grüene Zwiig choo.»

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