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Ein Turm für Anna Göldi

Vor 235 Jahren wurde Europas letzte Hexe in Glarus enthauptet. Die Hinrichtung polarisierte, und sie tut es immer noch – das zeigt sich beim neuen Museum in Ennenda zu Ehren der Magd.

Es gibt kein Bild der realen Anna Göldi. Im Film «Anna Göldi» von 1991 wird sie als unbeugsame, starke Frau gezeigt. (Foto: Gertrud Pinkus)

Es gibt kein Bild der realen Anna Göldi. Im Film «Anna Göldi» von 1991 wird sie als unbeugsame, starke Frau gezeigt. (Foto: Gertrud Pinkus)

Claudia Blumer@claudia_blumer
Salome Müller@SalomeMller

Die Lifttür öffnet sich, ein Holzsteg führt in einen hohen Dachstock. Links und rechts viel Raum, um hinunterzufallen. Schafft man es sicher rüber?

Es sind Spiegel auf dem Boden, die diesen drohenden Absturz nur vortäuschen. Am Sonntag wird hier das Anna-Göldi-Museum eröffnet: ein Museum für die Magd, die Ende des 18. Jahrhunderts aus dem Werdenbergischen kam und im Tal der Linth ein schreckliches Ende fand. Eine rechtschaffene Frau, die ins Bodenlose gestürzt ist. So schildert es Fridolin Elmer, der Leiter des Museums. Untergebracht ist es im Hänggiturm in Ennenda GL, in dem einst Stoffbahnen zum Trocknen aufgehängt wurden.

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