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Die Verspannten

Extremsportler gehen an die Grenzen und werden dafür bewundert. Warum eigentlich? Eine Polemik.

Warum bloss tun sie sich das an? Ein Triathlet liegt völlig erledigt im Ziel des Ironman 2013 in Klagenfurt (Ö).
Warum bloss tun sie sich das an? Ein Triathlet liegt völlig erledigt im Ziel des Ironman 2013 in Klagenfurt (Ö).
Keystone

Vor ein paar Wochen rannten und schwammen und strampelten sie wieder durch Zürich. Es herrschte eine Gluthitze, und wer konnte, verzog sich in den Schatten und verharrte bewegungslos. Alles andere erschien einem unvernünftig. Aber was für Normalsterbliche gilt, also für jene, die sich nicht unter Kontrolle haben, die ihren inneren Schweinehund nicht überwinden können, die sich nicht am Riemen reissen, sprich: die keinen Willen haben, das galt nicht für die Teilnehmer des Ironman. Die wankten schweissüberströmt dem Ziel entgegen, angefeuert von Zuschauern, die ihnen nasse Schwämme zuwarfen. Und wie man die Bilder betrachtete, auf dem Sofa daheim vor dem Fernseher, da wunderte man sich. Darüber, weshalb sich das jemand antut. Weshalb so etwas überhaupt erlaubt ist. Und weshalb eigentlich alle Welt diesen Extremsportlern eine solche Bewunderung entgegenbringt.

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