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Die Poesie der Sachlichkeit

Ein abstraktes Tanzstück, das nicht mehr sein will als das, was es zeigt: Die Yet Company überzeugt mit «ensemble».

Kein Grund für Eso-Alarm: Die Yet Company.
Kein Grund für Eso-Alarm: Die Yet Company.
zvg/Ole Schwarz

Minutenlang sieht man bloss schwarz. Im Tojo-Theater breitet sich das Nichts aus. Die Vibration einer Klangschale hält die mysteriöse Dunkelheit im Zaum. Doch es ist kein Grund für Eso-Alarm! Bevor die Befürchtung wahr wird, dass man da gleich bleischwer mit Bedeutungslawinen bombardiert wird, spuckt das Licht einen leeren Bühnenraum aus und mit ihm fünf Menschen in Bewegung: Drei Frauen und zwei Männer laufen rückwärts im Kreis. Nicht mehr, nicht weniger. Es genügt, dass man hellwach ist. Schön sieht das aus: Die Mitglieder der jungen Yet Company tragen asymmetrische Beinkleider in Erdtönen. Ihr luftiges, hochpräzises Warmlaufen gibt den Auftakt zu einem Tanzstück über die Möglichkeiten und Grenzen des menschlichen Zusammenseins, das – wohltuend – ganz ohne tiefgründigen Ballast auskommt.

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