Zum Hauptinhalt springen

Die Patrioten, die von Mao lernten

Vor 30 Jahren wurde die P-26 enttarnt. Die Empörung über diese «illegale Geheimarmee» war damals gross. Heute ist das Bild differenzierter, obwohl brisante Akten verschwunden sind.

Widerstandszentrale: Arbeitsraum im unterirdischen Bunker «Schweizerhof» in Gstaad, wo Ausbildungskurse für P-26-Mitglieder durchgeführt wurden.
Widerstandszentrale: Arbeitsraum im unterirdischen Bunker «Schweizerhof» in Gstaad, wo Ausbildungskurse für P-26-Mitglieder durchgeführt wurden.
Keystone

«Der Kalte Krieg ist schon 30 Jahre zu Ende. Ich hoffe, die P-26 wird ihre Aufmerksamkeit erregen», rief die junge Frau ihren Ratskollegen im Saal zu. Mitte September trat die grüne Genfer Nationalrätin Lisa Mazzone ans Mikrofon im Nationalratssaal und trug eine Motion ihrer Fraktion vor.

Annähernd 30 Jahre sind auch vergangen, seit im Nachgang des Fichen-Skandals die Geheimarmee P-26 im Februar 1990 in der «Schweizer Illustrierte» enttarnt wurde. In ihrer Motion fordert Lisa Mazzone, dass der als geheim klassifizierte «Bericht Cornu», der als Teil der «Parlamentarischen Untersuchung PUK EMD» 1991 die Auslandsbeziehungen der Schweizer Geheimorganisation untersuchte und bis 2041 einer Sperrfrist unterliegt, endlich in einer ungeschwärzten Version der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.