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«Die Initiative ist staatspolitisch gefährlich»

Sammelaktion der No-Billag-Initianten bereits nach drei Tagen wieder gestoppt – von Crowdfunding-Plattform Wemakeit.

Die Geschäftsleitung von Wemakeit hält «die extreme Stossrichtung der Initiative für staatspolitisch gefährlich» und möchte dem No-Billag-Crowdfunding «auf keinen Fall eine Plattform bieten».
Die Geschäftsleitung von Wemakeit hält «die extreme Stossrichtung der Initiative für staatspolitisch gefährlich» und möchte dem No-Billag-Crowdfunding «auf keinen Fall eine Plattform bieten».
Pascal Lauener, Reuters

Letzten Freitagnachmittag lancierte das No-Billag-Komitee einen Spendenaufruf auf der Crowdfunding-Seite Wemakeit. Nur drei Tage später haben sich Gründer und Geschäftsleitung der Wemakeit.ch GmbH dazu entschieden, die Crowdfunding-Kampagne «per sofort zu beenden». Dies schreiben sie auf ihrer offiziellen Facebook-Seite.

Laut der Stellungnahme sei eine «zu kurze Einreichefrist» dafür verantwortlich, dass die Kampagne nicht rechtzeitig geprüft werden konnte. Wemakeit hat aber nicht nur dem No-Billag-Crowdfunding den Hahn abgedreht, sondern stellt sich auch geschlossen gegen diese Initiative: «Wir halten die extreme Stossrichtung der Initiative für staatspolitisch gefährlich und werden dieser auf keinen Fall eine Plattform bieten.» Auch werden die Wemakeit-Nutzer dazu aufgerufen, sich Gedanken zur Abstimmung vom 4. März 2018 zu machen.

Der Schritt zieht unterschiedliche Reaktionen mit sich. Während einige die Löschung der Crowdfunding-Kampagne befürworten und Wemakeit zu diesem Schritt gratulieren, häufen sich vor allem die negativen Kommentare gegenüber dieser Entscheidung.

Wemakeit werden unter anderem mangelnde Toleranz gegenüber Andersdenkenden, die Angst zur Auseinandersetzung mit unliebsamen Positionen und Einmischung in die Politik vorgeworfen. Die Initianten der Abstimmung haben sich ebenfalls auf Twitter gemeldet und versprechen, bereits in wenigen Stunden mit einer Alternative aufzuwarten.

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