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Anstehen zum Techno

Wer fotografiert, fliegt raus: Das Berghain in Berlin ist seit zehn Jahren einer der berühmtesten Clubs der Welt, gerade weil ihm die DJs nach wie vor wichtiger sind als die Celebrities.

Der diskret erhaltene Charme des Ostens: Szene vor dem Berghain in Berlin. Foto: Gregor Hohenberg (Laif)
Der diskret erhaltene Charme des Ostens: Szene vor dem Berghain in Berlin. Foto: Gregor Hohenberg (Laif)

Es ist beeindruckend, vor diesem Bau zu stehen, der seit zehn Jahren das ­Berghain beheimatet. Diese Mischung aus Betonbrutalismus und sozialistischer Einschüchterungsästhetik! Genau so hoch wie die Wände türmen sich die Mythen über sexuelle Entgrenzung, über den Darkroom und über Frauenlaute in den Unisextoiletten. Das meiste ist Seemannsgarn, erdacht von Jour­nalisten ohne Landgang. Sicher ist: Man spricht vom weltweit berühmtesten Club. Ende letzter Woche, als die Ausstellung zum 10-Jahr-Jubiläum eröffnet wurde, war die Schlange noch länger als an einem Clubabend. Länger als bei Blockbustern in der Neuen Nationalgalerie oder im Neuen Museum sowieso.

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