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Die Realität verdauen

Wie ein quietschender Autoreifen: Das Stück im Berner Schlachthaus-Theater «Mörder unter uns» von Mikhail Schischkin ist ein engagierter, aber etwas überfrachteter Genremix.

Alles etwas unübersichtlich: Im Saisoneröffnungsstück des Schlachthaus-Theaters braust die Handlung der Message oft davon.

Alles etwas unübersichtlich: Im Saisoneröffnungsstück des Schlachthaus-Theaters braust die Handlung der Message oft davon.

(Bild: Yoshiko Kusano)

Xymna Engel

Eben noch war der Saal erfüllt von idyllischer Klaviermusik. Doch jetzt ist alles still. Zum Schweigen gebracht von einem Aufschrei: «Schämt ihr euch nicht? Man kann doch nicht so ein Getanze anstellen über den Mord an Kindern!» Genau. Schliesslich will das Stück «Mörder unter uns» von Die Zimmerwäldler und dem russischen Theater Pokoleniy nicht bloss Fritz Langs Filmmonument «M – eine Stadt sucht einen Mörder» aus dem Jahr 1931 wiederkäuen, diese Geschichte um einen Kindermörder, der von der Polizei und der Unterwelt gejagt wird. Nein, der russische Autor Mikhail Schischkin, der seit 1995 in der Schweiz lebt, will im Schlachthaus-Theater einen Kommentar zu unserer Gegenwart liefern, in der die Angst Demokratien zerfrisst.

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