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«Die Provokation hat funktioniert»

Der Künstler Florian Graf hat 25000 Franken verschenkt. Welche Wünsche hat er den Bewohnern des Nordquartiers erfüllt? Und was ist dabei die Kunst?

Macht Intimes öffentlich: Florian Graf.

Macht Intimes öffentlich: Florian Graf.

(Bild: Anastasia Kandoba)

Xymna Engel

«Künstler Florian Graf verschenkt 25000 Franken»: So lautete im Sommer Ihr Aufruf im Breitenrain- und Lorrainequartier. Wem haben Sie das Geld geschenkt?
Der Aufruf war natürlich eine Provokation. Normalerweise braucht ein Künstler ja Geld. Aber die Provokation hat funktioniert: Sie hat im Quartier viel zu reden gegeben und die Menschen zum Nachdenken gebracht. Insgesamt habe ich nun 12 ganz unterschiedliche Wünsche erfüllt. Zum Beispiel unterstütze ich einen Verein, der sich für Frauen in technischen Berufen starkmacht. Einem Mädchen habe ich Cellounterricht für ein Jahr bezahlt, ich finanziere ein Kurzfilmprojekt im Quartier und den Bau eines Hindernisparcours für Trottinette. Ich habe aber auch ganz persönliche Wünsche erfüllt wie eine Reise, auf der eine junge Frau ihrem Vater die letzte Ehre erweisen will, oder ein spezielles Tattoo. Und einem jungen Vater habe ich einen Teil seiner Schulden bezahlt.

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