Die ganze Welt auf einer Bühne

Auf der Schützenmatte wird bis Ende September eine kleine Holzbühne mit ungeläufiger Musik bespielt.

Die Schützenmatte in Bern.

Die Schützenmatte in Bern.

(Bild: Franziska Rothenbuehler)

Ane Hebeisen

Die Menschen, die im Wyler-Bus an der Schützenmatte vorbeifahren, äugen derzeit mit einer gewissen Verwunderung aus dem öffentlichen Transportmittel. Auf dem Zentrumsparkplatz erheben sich wunderliche Aufbauten aus unbehandeltem Holz, es gibt Grünzeug und eine ganze Menge Sitz- und Trinkgelegenheiten.

Was sich da bis am 25. September ausbreitet, ist das das Neustadt-Lab, das heuer zum zweiten Mal auf der Schützenmatte eingerichtet ist. Laboriert wird hier mit den kreativen Eingebungen der Berner Bevölkerung, welche sich hier ohne administrativen Aufwand schöpferisch einbringen und sich ein persönliches Aktionsfeld schaffen kann.

Ein Kernstück des Lab ist die Solstage, eine kleine putzige Openair-Bühne, die von Montag bis Donnerstag bespielt wird. Die Montage sind reserviert für die Berner Sprechgesangsmusik. An den Dienstagen gibt es Weltmusik aus Irland, Afrika und Südamerika, mittwochs Literatur, Spoken Word und Slam-Interventionen und donnerstags erklingt experimentelle Musik aus der Berner Subkultur.

Aus ebendieser Berner Subkultur stammt die Gruppe Grimsvötn, die am Donnerstag auftreten wird. Die Band um die Sängerin Claire Huguenin laboriert an einem Ausdruck zwischen freigeistigem Jazz und experimentellem Pop. Nicht mehr dabei ist übrigens das Schlagzeugwunderkind Domi Chansorn – holprig dürfte es aber trotzdem werden.

Am Freitag und Samstag feiert das Swiss African Forum ein Fest, an dem unter anderem der guineische Highlife-Raggamann Safa Diallo auftreten soll. Ein Mann, der in Afrika auch schon mal allein durch sein Erscheinen ganze Strassenzüge in Aufruhr versetzen kann.

Doch wann genau der begehrte Mann auf der Berner Holzbühne stehen wird, ist auch nach intensiverem Rechercheaufwand nicht in Erfahrung zu bringen. Sicher ist, dass am Dienstag (16. August) die Griotsängerin Fatoumata Dembélé aus Burkina Faso mit ihrem sehnsüchtigen Liedgut bezirzen wird.

Der Bund

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