«Der Mini-Prepper von Hünibach»

Berner Woche

Was Dubokaj dazu bringt, den Raum zu verlassen, verrät er im Interview.

Dubokaj alias Daniel Jakob spielt am Freitag 13. Juli im Mokka in Thun und am 14. Juli am Gartenfestival im Café Kairo.

Dubokaj alias Daniel Jakob spielt am Freitag 13. Juli im Mokka in Thun und am 14. Juli am Gartenfestival im Café Kairo.

(Bild: zvg)

Xymna Engel

Wer war der Held Ihrer Kindheit?
Robinson Crusoe. Ich hatte ein kleines Survival-Büchlein mit dem Titel «Leben wie Robinson» geschenkt bekommen und wurde so zum Mini-Prepper von Hünibach. Als Bub hatte ich im Garten sogar einen unterirdischen Gang gegraben. Ich war ein Maulwurf! Ende Sommer kam ich bleich aus dem Loch gekrochen.

An was glauben Sie?
An die verbindende und heilende Kraft der Musik!

An was glauben Sie nicht?
An Algorithmen. Wobei die Spotify Discover Weekly Playlist mich oft auf dem falschen Fuss erwischt respektive mir einen Treffer nach dem anderen serviert.

Was hängt bei Ihnen über dem Bett?
Die Narben des Dach-Umbaus sind nicht verheilt, sodass mich die Risse in der Decke noch jetzt, Jahre später, daran erinnern, dass ich eines morgens den blauen Himmel durch die Decke sah, als einer der Dachdecker mit dem Pickel durch den Gips brach.

Was ist Ihr grösster Schatz?
Meine Familie, ganz klar. Ich bin gerne unterwegs, auch alleine. Aber eigentlich gehe ich ja nur weg, um heimzukommen.

Wofür sparen Sie?
Wenn, dann für Reisen. Oder für die Reparatur meiner Space-Echo-Geräte. Das sind wirklich alte Jammerkisten, und sie verschlingen das Reisekässeli meistens wieder.

Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig wild gefühlt?
Wenn der Bass richtig laut drückt auf der Bühne und die Show zu einem körperlichen Erlebnis wird, dann fühle ich mich ziemlich wild. Ansonsten war es in letzter Zeit eher gemütlich.

Welches sind Ihre aktuellen Süchte?
Ich habe wieder begonnen, Musik auf Kassette und Vinyl zu kaufen. Völliger Blödsinn. Ich bin zwar kein Junkie, aber ich würde es bereits als Sucht bezeichnen.

Was ist Ihnen näher: das Leichte oder das Schwere?
Wohl eher das Schwere, auch wenn meine Musik das nicht unbedingt ausdrückt.

Wo zwickt es derzeit am meisten?
In den Fingern. Ich muss all die Knöpfe an meinen Geräten drehen und endlich die neuen Tracks fertig produzieren. Es kommt bald einiges daher!

Was war der schönste Ort, den Sie besucht haben?
Eine der schönsten Gegenden ist die Küste zum Kap bei Cape Town. Die Schönheit der Landschaft hat mich umgehauen, das Licht, phu! Es war magisch und kitschig. Ich fand es aber auch äusserst irritierend, so viel Schönheit und gleichzeitig so viel Elend so nahe beieinander zu sehen. Da komme ich ins Grübeln – meine schwere Seite eben.

Was ist das Lustigste, was Ihnen je auf der Bühne passiert ist?
Auf der Bühne wars eigentlich häufig lustig. Am lustigsten finde ich aber, wie wir einmal aus Versehen und ohne Begleitung unser Equipment im TGV quer durch Frankreich schickten, von Marseille nach Lille, und dann Stunden später in Lyon aus einem anderen TGV, der in Gegenrichtung fuhr, wieder herausfischten und es dann rechtzeitig zum Festival irgendwo im Gebirge der Ardèche schafften.

Was bringt Sie dazu, einen Raum zu verlassen?
Miese Musik und hässige Leute.

Was wissen nur die wenigsten Menschen über Sie?
Hmm. . . Dass ich mir soeben das erste mal die Fusssohle verbrannt habe, mit Blasen und allem, weil ich partout keine Flipflops anziehen wollte der Aare entlang. Das gibts doch gar nicht.

Wie sieht es aus, wenn Sie tanzen?
Oh, ich kann den Elefanten ziemlich gut!

Wofür möchten Sie Werbung machen?
Die Radio-Bollwerk-Sommertour empfehle ich wärmstens. Tolle Musik höre ich mir momentan an von Seekersinternational.

Der Bund

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