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Der Agglomerationspoet

«Held der Woche»: Manuel Stahlberger ist der lustigste Melancholiker der Ostschweiz. In seinem neuen Programm fordert er sich selbst heraus. (verschoben)

Unerschütterliche Selbstironie: Manuel Stahlberger.Foto: Michael Schoch
Unerschütterliche Selbstironie: Manuel Stahlberger.Foto: Michael Schoch

Coronavirus-Massnahmen: Diese Veranstaltung wurde verschoben. Bitte informieren Sie sich direkt beim Veranstalter.

Name: Manuel StahlbergerFunktion: Stoische RampensauHeldentaten: Mit Melancholie aufheitern, Powerpoints gestalten, St. Gallen beliebter machenEmpfohlen für: Alle am Rand der Tanzfläche

Lacht der eigentlich nie? Im Normalfall trägt Manuel Stahlberger die seriöse Miene eines Steuerberaters, wenn er auf die Bühne tritt, um in die absurden Normalitäten der weiten Welt, vor allem aber der unzähligen «Wils» in der Ostschweiz zu linsen. Mit seiner aufheiternden Melancholie arbeitet der Kabarettist und Musiker seit den Neunzigerjahren daran, den St. Galler Dialekt im Rest des Landes beliebter zu machen.

Stahlberger philosophiert über das Kleinbürgertum und den Klimawandel, über gewaltbereite Senioren in der Migros und flackernde Neonröhren-Labyrinthe in Träumen, über Yeti-Jäger und Regenbogen-Siedlungen. Seine Agglomerationspoesie sucht ihresgleichen.

Nicht nur im Discopop am Rand der Tanzfläche oder im Geräuschmaschinen-Gitarren-Experiment ist er bewandert – seine Shows illustriert er auch mit selbst gezeichneten Powerpointfolien. Dort ist die Humorlatte oft beachtlich tief angesetzt, mindestens in der Schenkelklopf-Gegend. Aber eben auch das präsentiert in der unerschütterlichen (Selbst-)Ironie des Herrn Stahlberger.

So ist ihm wohl nur halb zu glauben, wenn er sagt, er würde ja gerne expressiver singen. Genauer analysiert er sein künstlerisches Ego nun aber im neuen Soloprogramm. Darin fragt er sich, wer die besseren Geschichten auf Lager hat: der Künstler im Scheinwerferlicht – oder doch sein Schatten.

La Cappella, Mittwoch, 18., bis Samstag, 21. März, jeweils 20 Uhr

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