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«Das Publikum wird oft unterschätzt»

Sie war von Anfang an dabei: Kurz vor dem Ende von Thomas Hirschhorns Robert-Walser-Sculpture in Biel spricht Kuratorin Kathleen Bühler über beglückende und schwierige Momente.

Blick von der Mietwohnung, in der Thomas Hirschhorn und Kathleen Bühler temporär Quartier bezogen haben, auf die Robert-Walser-Sculpture.

Blick von der Mietwohnung, in der Thomas Hirschhorn und Kathleen Bühler temporär Quartier bezogen haben, auf die Robert-Walser-Sculpture.

(Bild: Valérie Chételat)

Kathleen Bühler, wir treffen uns am Tag 82 der Robert-Walser-Sculpture. Sehnen Sie erschöpft den kommenden Sonntag herbei, wenn abends um 22 Uhr die Kunstaktion zu Ende ist?
Nein, was ich hier in den vergangenen Wochen erlebt habe, übertrifft alle meine Erwartungen und hat mich nachhaltig vitalisiert. Es ist einer der schönsten Sommer meines Lebens. Wenn sich Menschen auf etwas einlassen, jeden Tag immer wieder aufs Neue, ist so vieles möglich. Diese Erfahrung ist auch deshalb so beglückend für mich, weil man in der heutigen Zeit andauernd mit Zynismus und Ohnmacht konfrontiert wird. Hier in Biel auf dem Bahnhofplatz habe ich etwas anderes erlebt. Ich habe ja 20 Bücher mitgenommen und dachte, wenn es mir langweilig wird, kann ich lesen. Ich habe kein einziges dieser Bücher gelesen.

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