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Bühne frei für zwei «verotterte» Brüder

Fritz und Alfred Rotter waren die erfolgreichsten Theaterdirektoren der Weimarer Republik. Historiker Peter Kamber hat eine Biografie des Brüderpaars geschrieben.

Alexander Sury
Fritz Rotter, Richard Tauber, Alfred Rotter und seine Frau Gertrud auf der Hotelterrasse in Bad Ragaz, 1931.
Fritz Rotter, Richard Tauber, Alfred Rotter und seine Frau Gertrud auf der Hotelterrasse in Bad Ragaz, 1931.
Archiv Peter Kamber

«Man hat uns gehetzt wie tolle Hunde», gab Fritz Rotter einige Tage nach dem Überfall am 5. April 1933 in Liechtenstein der Presse zu Protokoll. Seit Monaten seien er und sein Bruder Alfred mit Drohbriefen überschüttet worden, «die uns mit einem qualvollen Ende drohten».

Bewundert, kritisiert, gehasst, verfolgt: Fritz Rotter und sein älterer Bruder Alfred waren die unbestrittenen Bühnenkönige der Weimarer Republik. Leidenschaft für das Theater verband sich bei ihnen mit Geschäftssinn und einem Gespür für breitenwirksame Stoffe. Klar, es gab Bertolt Brecht, Max Reinhardt oder Erwin Piscator. Aber die Rotters standen für Erfolg und Glamour. In der Inflationszeit prägten die Brüder zunächst mit Stücken und Salonkomödien das «frivole Berlin», später während der Weltwirtschaftskrise feierten sie mit Operetten wie «Land des Lächelns» (Franz Lehár) oder «Ball im Savoy» (Paul Abraham/Ralph Benatzky) Triumphe.

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