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Von Matt ist der falsche Preisträger

Schweizer Buchpreis 2012 für Germanist Peter von Matt: Muss das sein?

Stargermanist im Ruhestand, Erkorener: Peter von Matt.
Stargermanist im Ruhestand, Erkorener: Peter von Matt.
Sabina Bobst

Die Meldung stand gestern in den Zeitungen. Und irgendwie löste sie Unbehagen aus – da bekommt einer, der schon hat: Peter von Matt (75), emeritierter Germanistikprofessor der Uni Zürich, erhält den Schweizer Buchpreis und 30 000 Franken.

Nein, es ist nicht die Neidgesellschaft, die hier Bedenken artikuliert, und wirklich spricht einiges für von Matt – wie auch einiges gegen ihn spricht. Ja, sein Essay «Das Kalb vor der Gotthardpost» ist klug. Anderseits: Der Rest des gleichnamigen Sammelbandes sind abgehangene Stücke. Ja, die Bücher der vier Mitnominierten sind unperfekt. Anderseits: Thomas Meyers jiddische Schelmengeschichte oder Alain Claude Sulzers Musiker-Milieu-Roman sind im Vergleich eigenwilliger angelegt. Ja, von Matt ist ein starker Schreiber. Anderseits: Sein neues Werk reicht in der Tat nicht an frühere heran (TA von gestern). Und bekam er nicht schon genug Preise?

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