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Tanz auf zwei Hochzeiten

Politik ist die harte Realität – Literatur die alternative Traumwelt. Könnte man meinen. Doch es gibt Grenzgänger. Politiker, die in der Literatur wildern. Und Schriftsteller, die die politische Bühne suchen. Das geht nur selten gut.

Im Mai werden die zwölf Finalisten des «Premio Strega», des bedeutendsten Literaturpreises in Italien, bekannt gegeben. Walter Veltroni wird nicht darunter sein. Sein neues Buch «Noi» («Wir») war in der Presse und von den Organisatoren zwar als heisser Anwärter für die nach einem Kräuterlikör benannte Auszeichnung gehandelt worden. Dann aber hat Veltroni seinen Verzicht erklärt und diesen in einem im Mailänder «Corriere della Sera» abgedruckten Beitrag begründet. Denn Schriftsteller Walter Veltroni hat einen Makel: Er ist Politiker. Vor allem Politiker. Er war Oppositionschef, Vizeregierungschef, Kulturminister und Römer Bürgermeister.

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