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«Sie sagte, Feministinnen seien frustrierte Frauen»

Eva Perón war Argentiniens mächtigste Politikerin und Femme fatale. Historikerin Ursula Prutsch hat ihre Biografie geschrieben.

In ihrem Element: Eva Perón während einer Radio-Ansprache. (November 1948)
In ihrem Element: Eva Perón während einer Radio-Ansprache. (November 1948)
Keystone
Machtbewusst: Diktator Juan Perón mit zwei Feuerzeugen in der Form von Pistolen, rechts seine Frau Eva. (3. Juli 1950)
Machtbewusst: Diktator Juan Perón mit zwei Feuerzeugen in der Form von Pistolen, rechts seine Frau Eva. (3. Juli 1950)
Keystone
Noch immer sehr präsent: Hausgrosses Porträt von Eva Perón in Buenos Aires. (20. Oktober 2015)
Noch immer sehr präsent: Hausgrosses Porträt von Eva Perón in Buenos Aires. (20. Oktober 2015)
Keystone
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Eva Perón gilt als Popstar der lateinamerikanischen Politik. Bei ihrem Schweiz-Besuch 1947 wurde sie jedoch in Bern mit Tomaten und in Luzern mit Steinen beworfen. Weshalb die Feindseligkeit? Viele fürchteten, sie trage den Faschismus ins Land. Die Peróns galten als Faschisten, und natürlich war man so unmittelbar nach dem Krieg diesbezüglich hochsensibel. Für weiteren Unmut sorgte die argentinische Zollpolitik, die den Export von Schweizer Produkten erschwerte. Während die Tomatenwürfe von Bern rein politisch motiviert waren, so war der Steinwerfer von Luzern, der Peróns Chauffeur verletzte, psychisch krank. Eva Peróns Besuch stellte für alle Länder, vielleicht mit Ausnahme von Franco-Spanien, eine schwere diplomatische Belastung dar. Auch blamierte sich Perón öfters, weil sie weit weniger mondän war, als sie selber annahm.

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