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Schweizer Autoren im Rennen um renommierten Deutschen Buchpreis

20 Romane wurden für den mit 25'000 Euro dotierten Deutschen Buchpreis nominiert – darunter «Léon und Louise» des Schweizers Alex Capus und «Hasenleben» von Jens Steiner.

Will Preis nach dem letztjährigen Sieg von Melinda Nadj Abonji wieder in die Schweiz holen: Der Solothurner Autor Alex Capus.
Will Preis nach dem letztjährigen Sieg von Melinda Nadj Abonji wieder in die Schweiz holen: Der Solothurner Autor Alex Capus.
Keystone

20 Romane deutschsprachiger Autoren sind in der Auswahl für den diesjährigen Deutschen Buchpreis. Knapp acht Wochen vor der Preisverleihung hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Longlist 2011 veröffentlicht. Die Jury habe die nominierten Romane aus 198 Titeln ausgewählt, teilte der Börsenverein am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Unter den nominierten Autoren ist auch Wilhelm Genazino mit seinem Roman «Wenn wir Tiere wären».

Die Romane befassten sich unter anderem mit der Aufarbeitung der DDR, der deutschen Provinz und der Erkundung osteuropäischer Verhältnisse sowie mit Themen wie Seefahrt, Philosophie, Liebesbeziehungen, politischen Zuspitzungen in der Gegenwart oder psychischen Ausnahmezuständen. Auch die gewählten Schauplätze weisen von der Frankfurter Innenstadt über Schweden und Iran eine enorme Bandbreite auf.

Die siebenköpfige Jury hatte in den vergangenen fünf Monaten Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2010 und dem 14. September 2011 erschienen sind oder noch erscheinen. «Die knapp 200 Einreichungen zeigen wieder einmal, wie umfassend das Panorama der deutschen Gegenwartsliteratur ist. In unserer ersten Auswahl haben wir uns bemüht, diese Bandbreite zu spiegeln, auch auf Abseitiges zu achten und die Vielfalt der Stimmen und Erzählweisen abzubilden», sagte Jurysprecherin Maike Albath vom Deutschlandfunk.

Auch langjährige «Magazin»-Kolumnistin dabei

Unter den 20 Nominierungen sind die Verlage Rowohlt und Hanser mit je drei Nominierungen am häufigsten vertreten. Rowohlt schaffte es unter anderem mit «Gruber geht» der langjährigen «Magazin»-Kolumnistin Doris Knecht auf die Longlist, Hanser mit «Léon und Louise» des Schweizers Alex Capus und Wilhelm Genazinos im Juli erschienenen Roman «Wenn wir Tiere wären». Auch der angeschlagene Frankfurter Eichborn-Verlag hat es mit Klaus Modicks «Sunset» auf die Longlist geschafft. Gleich sechs der nominierten Romane sind bislang allerdings noch gar nicht auf dem Markt und erscheinen erst im September. Auszüge der Longlist-Romane sind über www.libreka.de abrufbar.

Aus den 20 Titeln der Longlist benennen die Juroren im nächsten Schritt sechs Romane für die Shortlist, die am 14. September veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung im Rahmen der Buchmesse am 10. Oktober wird der Gewinner bekannt gegeben. Der Deutsche Buchpreis wird seit 2005 vergeben und ist mit 25'000 Euro dotiert, die anderen fünf Finalisten erhalten je 2500 Euro.

(dapd)

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