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Schön, begabt und ein Hang zum Horror

Literarisches Wunderkind oder überspannte Streberin – mit ihrem Debütroman polarisierte Autorin Marisha Pessl vor sieben Jahren die Literaturkritik. Nun legt sie einen wohl noch besseren Roman vor.

Dem deutschen Feuilleton war das Phänomen Marisha Pessl zu viel. Zu vielseitig begabt war die junge Frau. Zu erfolgreich. Zu anständig und freundlich. Zu hübsch. Da kommt schnell der Verdacht der Oberflächlichkeit auf. «Postmoderne Besserwisser- und Zitatliteratur», urteilte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» über Pessls Debütroman «Physik des alltäglichen Unglücks». Der «Spiegel» attestierte der «verstörend gebildeten Laufstegschönheit» zwar eine «eisig präzise Erzählmechanik», aber das Resultat sei «so steril wie ein Satz OP-Handschuhe». Die «New York Times» hingegen wählte den Roman zu einem der 10 besten des Jahres 2006.

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