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Rushdie erneut im Visier der Mullahs

Im Zuge der weltweiten Proteste um ein anti-islamisches Video hat der Iran einen seiner ältesten Feinde wiederentdeckt: Das Kopfgeld auf den Autor Salman Rushdie wurde auf 3,3 Millionen Dollar erhöht.

Hat in seinen Werken die Politik der Regierung im Iran immer wieder kritisiert: Der britische Autor Salman Rushdie. (Archivbild)
Hat in seinen Werken die Politik der Regierung im Iran immer wieder kritisiert: Der britische Autor Salman Rushdie. (Archivbild)

Eine iranische Stiftung hat das Kopfgeld für die Tötung des britischen Autors Salman Rushdie auf 3,3 Millionen Dollar erhöht.Die bisherige Prämie stieg damit um 500'000 Dollar. Das berichteten iranische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf eine Mitteilung der staatsnahen Stiftung «15. Chordad», die das Kopfgeld ausgesetzt hat. Der aus Indien stammende Rushdie ist vielen Muslimen wegen seines Romans «Die satanischen Verse» verhasst.

Das im Jahr 1988 veröffentlichte Werk ist in ihren Augen gotteslästerlich. Nach dem Erscheinen des Buchs rief das geistliche und politische Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ruhollah Khomeini, im Februar 1989 in einer Fatwa zur Tötung Rushdies auf.

Ali Khamenei bekräftigte Fatwa

Khomeinis Nachfolger Ayatollah Ali Khamenei bekräftigte im Jahr 2005 die Gültigkeit des Rechtsgutachtens, das auch von Präsident Mahmoud Ahmadinejad unterstützt wird.

Die jüngste Erhöhung der Mordprämie steht offenbar in Zusammenhang mit dem islamfeindlichen US-Film «Unschuld der Muslime», der seit Dienstag gewaltsame Proteste in der islamischen Welt provoziert.

Solange die historische Anordnung Khomeinis nicht ausgeführt werde, würden sich islamfeindliche Attacken wie in dem gegen den Propheten gerichteten Film fortsetzen, erklärte der Leiter der Stiftung «15. Chordad», Ayatollah Hassan Sanei. Es gehe darum, die Wurzeln einer «anti-islamischen Verschwörung» auszulöschen.

(SDA)

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