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Rotkehlchen singen anders

Der Nobelpreisträger Kenzaburo Oe, heute 80 geworden, ist voller Scham. In «Die Geschichte meiner Familie» beschreibt er, wie sehr er mit der Behinderung seines Sohnes haderte.

Er sprach nicht, aber er lauschte. Hikari Oe mit seinen Eltern Mitte der 60er-Jahre.Foto: Kenzaburo Oe (Jeremy Sutton-Hibbert)
Er sprach nicht, aber er lauschte. Hikari Oe mit seinen Eltern Mitte der 60er-Jahre.Foto: Kenzaburo Oe (Jeremy Sutton-Hibbert)

Vor der Bahnfahrt nach Salzburg hatte Kenzaburo Oes Sohn Hikari noch im Garten ihres Genfer Hotels den Vögeln gelauscht. Als sein Vater ihn fragte, ob es sich bei einem dieser kleinen Sänger um ein Rotkehlchen handeln könnte, habe er mit einem Lächeln geantwortet: «Aber die Tonhöhe ist anders.» Für Töne, für klassische Musik, zu deren Zentren eine Europareise die Familie Oe hier führt, hat Hikari einen besonderen Sinn. Seine Kompositionen sind von namhaften Musikern wie Akiko Ebi, Tomoko Kato und Andrea Lucchesini interpretiert worden.

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