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Maurice Sendak gestorben

Der amerikanische Kinderbuchautor ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Sendaks berühmtestes Buch «Wo die wilden Kerle wohnen» verkaufte sich Millionen Male.

Umstritten, grossartig, furchterregend: Ausschnitt aus Sendaks «Wo die wilden Kerle wohnen».
Umstritten, grossartig, furchterregend: Ausschnitt aus Sendaks «Wo die wilden Kerle wohnen».

Maurice Sendak erlitt am Freitag einen Schlaganfall, heute Morgen starb er im Spital. Der Amerikaner war Illustrator, Kinderbuchautor und Bühnenmaler. Sendak wurde bekannt mit einem neuen Realismus in der Kinderbuchliteratur, der zunächst auf grossen Widerstand gestossen war. Das US-amerikanische Nachrichtenmagazin «Time» nannte ihn 1964 den «Picasso der Kinder». Zu Sendaks Freunden zählen unter anderem der Schriftsteller Tony Kushner und der Grafiker Tomi Ungerer.

In Europa ist Maurice Sendak vor allem als Autor und Illustrator des Buchs «Wo die wilden Kerle wohnen», das 1967 erschien, bekannt. Das Buch, in dem der Junge Max ohne Essen ins Bett muss und deshalb durch einen plötzlich wachsenden Urwald in seinem Kinderzimmer übers Meer zu den Wilden Kerlen segelt, ist ein immer noch viel gelesener Klassiker.

Das war nicht immer so. Erst allmählich setzte sich die Erkenntnis durch, dass das Gewaltsame in Sendaks Bücher kein Selbstzweck war, sondern in psychoanalytischem Sinne als Angebot zur Bewältigung und Stärkung der Kinder eingesetzt wurde. Für Sendak selbst blieb denn der tagträumende Max auch seine liebste Schöpfung. Im Jahr 2009 kam die Verfilmung des Buches in die Kinos.

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