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Literatur darf und kann fast alles

Anlässlich von «Zürich liest» hielt Jonas Lüscher am Mittwoch Abend die Eröffnungsrede. Er wendet sich darin gegen die Auffassung, Literatur sei zwecklos und solle sich politisch heraushalten.

«Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Literatur ohne Vielfalt überleben soll»: Jonas Lüscher. Foto: Isolde Ohlbaum (Laif)
«Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Literatur ohne Vielfalt überleben soll»: Jonas Lüscher. Foto: Isolde Ohlbaum (Laif)

Es ist etwas Seltsames mit diesen Themen, wie es sich auch dieses Festival hier eines selbst verordnet. Letztes Jahr sollte Zürich liest ganz im Zeichen der Vielfalt stehen, dieses Jahr will man «Über Grenzen» nachdenken, und ironischerweise hat mein Vorgänger, Peter Stamm, letztes Jahr hier eine Rede gehalten, in der es, wie mir zumindest schien, viel um Grenzen, Eingrenzungen und vor allem Selbstbegrenzung ging. Und zwar in einer Art, ich will es gar nicht verhehlen, die mich aufgebracht hat und mich nun dazu bewegt, meinerseits über Vielfalt sprechen zu wollen. Nun hängen die Themen Vielfalt und Grenzen auf gewisse Weise zusammen, und es ist kaum möglich, über das eine zu sprechen, ohne über das andere nachzudenken.

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