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Johanna Spyris Heidi soll auch Indien erobern

Eine Hindi-Übersetzung macht das klassische Kinderbuch von Johanna Spyri erstmals zugänglich für einen indischen Markt – von rund 600 Millionen Lesern.

Titelbild der Hindi-Version. (Bild: A&A Books)
Titelbild der Hindi-Version. (Bild: A&A Books)

Im Herbst 1879 brachte Johanna Spyri den ersten «Heidi»-Band zu Papier. Kurz vor Weihnachten im selben Jahr erschien das erste Buch. 1881 folgte der zweite Band. Heidi wurde zum Weltbestseller, in über 50 Sprachen übersetzt und über 50 Millionen Mal verkauft. Mehr als ein Dutzend Mal wurde die Geschichte über das berühmteste Mädchen der Schweiz verfilmt. Mit der Herausgabe einer neuen Hindi-Ausgabe ist eines der bekanntesten Werke der Schweizer Literatur nun erstmals auch für viele Leser in Indien zugänglich.

Hindi steht unter den meistgesprochenen Sprachen der Welt hinter Chinesisch und Englisch an dritter Stelle. Über 600 Millionen Menschen brauchen Hindi als Mutter- oder Alltagssprache.

Die jüngste Übersetzung des Buches in Hindi stammt von einem Mutter-Tochter-Gespann: Arundhati und Avanti Deosthale, ergänzt durch Illustrationen von Ashok Raj. Fast 18 Monate lang habe sie das Projekt in Anspruch genommen, wie das indische Newsportal scroll.in berichtet. Das Mutter-Tochter-Duo arbeitete unter anderem dank eines Stipendiums (2550 Franken) von Pro Helvetia auch im Übersetzerhaus Looren in Hinwil ZH, schreibt der «Blick».

Ähnlichkeiten mit Kindern in den Himalaya-Dörfern

Dass die Geschichte des sympathischen Waisenmädchens aus den Bündner Alpen, welche im 19. Jahrhundert spielt, auch die indische Leserschaft begeistern wird, davon sind die Übersetzerinnen überzeugt. Heidi sei eine zeitlose Geschichte «und kann von allen genossen werden, die die pastorale Schönheit in der Natur und die wesentliche Güte in den Menschen feiern. Es ist entwaffnend charmant und bestätigt universelle Werte des Lebens », sagte Arundhati Deosthale, die über hundert Kinderbücher aus der ganzen Welt ins Englische und in Hindi übersetzt hat.

Die beiden Übersetzerinnen vergleichen Heidis Welt im 19. Jahrhundert mit dem Leben der Kinder in den heutigen Himalaya-Dörfern: «Anders als in den Städten haben Kinder hier ein unkompliziertes Leben, das sich immer noch in Einfachheit, Unschuld und alten Weltwerten befindet.»

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