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«Als Teenager wäre ich vermutlich wie Greta»

Verständnis für die Jungen, Ärger über Roger Köppel: Gespräch mit «Weltwoche»-Autor Alex Baur, der gerade ein wuchtiges Buch geschrieben hat.

Alex Baur, hier am «Weltwoche»-Prozess von Milo Rau, 2013.

Alex Baur, hier am «Weltwoche»-Prozess von Milo Rau, 2013.

(Bild: Keystone)

Linus Schöpfer@L_Schoepfer

Haben Sie etwas gegen die Demokratie?
(lacht) Gar nicht, im Gegenteil. Wie kommen Sie darauf?

Die Demokratie ist eine Realität gewordene Vision, die allen zugutekommt. Aber so etwas gibt es Ihrer Weltsicht nach gar nicht, eine geglückte Utopie.
Falsch. Die Demokratie ist – anders als etwa der Kommunismus oder andere Utopien – organisch gewachsen, aus der praktischen Erfahrung heraus entstanden. Sie hat sich bewährt. Die Französische Revolution kam keinesfalls aus dem Nichts, sie war eine logische Folge der Aufklärung und der Industriellen Revolution, die eine Bourgeoisie erschaffen hatte. Jemand muss in einem Staat das letzte Wort haben, und in der Demokratie ists eben die Mehrheit. Diese Mehrheit kann sich irren, aber sie kann Fehler auch korrigieren. Entscheidend ist auch, dass demokratische Entscheide eine hohe Akzeptanz haben.

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