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«Interessante Unklarheiten»

Ebene Wellen, skalare Felder und Raumzeitpunkte: Der neue Suhrkamp-Band «Philosophie der Physik» überfordert den Laien. Die Lektüre lohnt sich dennoch.

Was war zuerst? Der faule Leser oder der eilfertige Verleger? So oder so, die Tendenz ist offensichtlich: Hörbücher, gnadenlose Komprimationen à la «Rilke für Gestresste» oder «Goethe in zehn Minuten» und in Häppchen filetierte Romane sollen den vielfach umschwärmten und tausendfach abgelenkten Medienkonsumenten zur Lektüre animieren.

«Philosophie der Physik» ist da ganz anders, widerspenstig und ungestalt. In zwanzig zwanzigseitigen Aufsätzen analysieren, meditieren, reflektieren Philosophen und Physiker; ihre grossen Themen heissen Raumzeit, Quantenmechanik und Kosmologie. Hauptsächlich beschäftige sich der Sammelband, so Herausgeber Michael Esfeld im Vorwort, mit der «Interpretation der fundamentalen physikalischen Theorien», der Quantentheorie und der allgemeinen Relativitätstheorie also. Esfeld sieht die Beiträger in einer ehrwürdigen Tradition, die von Aristoteles über Descartes und Leibniz bis zum philosophierenden Physiker Einstein reicht.

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