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«Ich bin wie ein Eisberg, ein kleiner Teil oben, ein ungeheurer unten»

Der Dichter Ludwig Hohl war mehr als der Kauz im Genfer Keller, zu dem er sich selbst stilisiert hat. Eine neue Biografie rekonstruiert seine frühen Jahre.

Einsamer Denker: Ludwig Hohl war sich selbst Stoff genug. Foto: Isolde Ohlbaum (Laif)
Einsamer Denker: Ludwig Hohl war sich selbst Stoff genug. Foto: Isolde Ohlbaum (Laif)

«Der seltsame Vogel war weit herum­gekommen, durch manchen Sturm geflogen, ehe er sich in Genf festsetzte und zur weisen Eule mit Starbrille wurde», heisst es in der Biografie der Berner Publizistin Anna Stüssi über Ludwig Hohl. 1937 kehrt der Schriftsteller aus ­Holland zurück in die Schweiz: Genauer: Er und seine Ehefrau Charlotte von Mayenburg stehlen sich aus Furcht vor den ­Gläubigern bei Nacht und Nebel davon und lassen sich in der Rhonestadt nieder, auf «Schutz­distanz zur Deutschschweiz» und am Rande des bedrängten Kleinstaates, der sich angesichts der faschistischen Bedrohung der «geistigen Landesverteidigung» verschrieben hatte.

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