Henning Mankell ist tot

Sein Kommissar Wallander machte ihn berühmt: Der schwedische Krimi- und Romanautor Henning Mankell ist im Alter von 67 Jahren gestorben.

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Der schwedische Krimiautor Henning Mankell ist tot. Wie sein Verlag mitteilte, starb Mankell in der Nacht zum Montag mit 67 Jahren an den Folgen einer langen Krankheit. Er sei «friedlich in Göteborg» gestorben, hiess es. Der Schriftsteller litt seit mehreren Jahren an Krebs.

Mankell war einer der bekanntesten Vertreter der nordischen Kriminalliteratur. Berühmt wurde der schwedische Autor mit seiner Krimireihe über Kommissar Kurt Wallander. Ab 1991 veröffentlichte der Autor insgesamt zwölf Wallander-Romane. Mankells nachdenklicher Kommissar wurde ab 2005 auch zur Hauptfigur einer erfolgreichen Fernsehserie:

Protest gegen Kolonialkrieg in Afrika

Mankell lebte auch einige Jahre in Afrika und schrieb mehrere Bücher über den Kontinent. Mankell war ein politischer Mensch, aktiv in der schwedischen 68er-Bewegung und beteiligte sich an Protesten gegen Portugals Kolonialkrieg in Afrika. In der ehemaligen portugiesischen Kolonie Moçambique – in der Hauptstadt Maputo – leitete er ein Theater.

Zuletzt hatte Mankell über seine Krankheit ein Buch veröffentlicht. In «Treibsand – Was es heisst, ein Mensch zu sein» schrieb er sehr persönlich über sein Leben nach der erschütternden Diagnose.

Mankells Bücher haben sich weltweit mehr als 40 Millionen Mal verkauft. Er war mit der Tochter des schwedischen Regisseurs Ingmar Bergman, Eva Bergman, verheiratet.

kpn/AFP

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