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Forrest Gump in Guantánamo

Seit zwölf Jahren sitzt Mohamedou Ould Slahi im Gefangenenlager Guantánamo. Vor fünf Jahren ordnete ein Richter seine Freilassung an, ohne Folgen. Jetzt ist sein Tagebuch auf Deutsch erschienen.

Seit 2002 hinter Stacheldraht: Das Tagebuch von Mohamedou Ould Slahi zeigt, wie man in Guantánamo nicht verrückt wird. Foto: Mladen Antonov (Getty Imagese)
Seit 2002 hinter Stacheldraht: Das Tagebuch von Mohamedou Ould Slahi zeigt, wie man in Guantánamo nicht verrückt wird. Foto: Mladen Antonov (Getty Imagese)

Mohamedou Ould Slahi ist gebürtiger Mauretanier. Zwölf Jahre hat er in Deutschland gelebt. Er war 30 Jahre alt, als er am 29. September 2001 verhaftet und im August 2002 über ein CIA-Gefängnis in Jordanien nach Guantá­namo geschafft wurde. Er hatte keine Ahnung, was man ihm vorwarf, keinen Zugang zu Anwälten, keinen Hinweis, ob und wann man ihn freilassen würde. Ould Slahi , «Internment Serial Number 760», seinen US-Bewachern besser vertraut als «Motherfucker» und «Piece of Shit», war damals einer von 660 Internierten aus 41 Ländern auf der Marinebasis der Amerikaner in Kuba.

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