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Es bleibt viel kreativer Spielraum

Ja, Intelligenz ist erblich! Ein neues Buch versachlicht die Debatte um Thilo Sarrazin wohltuend.

Die «Kronzeugen» der Intelligenzforschung: Eineiige Zwillinge wie die Schwestern Leah (links) und Sarah Majeski aus dem US-Bundesstaat Georgia.
Die «Kronzeugen» der Intelligenzforschung: Eineiige Zwillinge wie die Schwestern Leah (links) und Sarah Majeski aus dem US-Bundesstaat Georgia.
Reuters

Schuld ist Thilo Sarrazin. Genauer: die Reaktion der deutschen SPD auf sein Buch «Deutschland schafft sich ab». Sie diskutierte die Thesen nicht, prüfte sie nicht auf ihre Stichhaltigkeit, sondern rückte den Autor in die Nähe des Rassismus. So sah sich Dieter E. Zimmer genötigt, eine Frage wieder aufzugreifen, die er längst für erledigt hielt: die Frage, ob Intelligenz erblich sei. Zimmer, lange Jahre Feuilletonchef der «Zeit», danach Wissenschaftsjournalist und Autor zahlreicher Bücher über psychologische, medizinische und sprachliche Themen («Tiefenschwindel», seine Kritik an der Psychoanalyse, wurde breit rezipiert), kennt alle einschlägigen Studien und deren eindeutiges Ergebnis: Ja, Intelligenz ist erblich, zu etwa 75 Prozent.

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