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Er will, dass die Sprache «scheppert»

Roland Reichen erzählt er in einer bewusst defekten Sprache von Benachteiligten und psychisch Kranken. Am Dienstag erhält er einen Buchpreis des Kantons Bern.

Alexander Sury
Ein Meister der Sprachverstümmelung: Der Spiezer Roland Reichen.
Ein Meister der Sprachverstümmelung: Der Spiezer Roland Reichen.
zvg

In seinem kurzen Leben wird der Fieder nie wirklich Boden unter die Füsse bekommen. Er wächst zusammen mit einem Bruder in einem unwirtlichen, engen Berner Oberländer Tal auf, das Krutzhüttli steht mitten auf morastigem Schwemmboden: Sundergrund heisst der Unort, ein Grund ohne Grund.

«Sundergrund» heisst auch der zweite Roman des 41-jährigen Roland Reichen. Dieser Fieder infiziert sich durch eine dreckige Nadel mit dem «Käfer» und muss an seiner eigenen «Grebt» wegen eines fehlenden «CD-Pleiers» in der Kirche sogar auf sein Lieblingslied verzichten: «Uad ä ­uandrful Uörld».

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