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«Er wäre gerne in der Schweiz geblieben»

Jan Knopf hat vor wenigen Tagen eine neue Biographie über Bertolt Brecht veröffentlicht. Im Gespräch skizziert er Brecht ungewöhnlich: Als DDR-Opfer, talentierten Musiker, übel stinkend.

Unbeliebt, fast überall: Brecht beim Verhör vor einem US-Gericht. (Aufnahme vom 30. Oktober 1947)
Unbeliebt, fast überall: Brecht beim Verhör vor einem US-Gericht. (Aufnahme vom 30. Oktober 1947)
Keystone
Brecht hat viele bekannte Dramen verfasst, so etwa «Die Dreigroschenoper», «Leben des Galilei», «Der gute Mensch von Sezuan», «Mutter Courage» oder «Herr Puntila und sein Knecht Matti». (undatierte Aufnahme)
Brecht hat viele bekannte Dramen verfasst, so etwa «Die Dreigroschenoper», «Leben des Galilei», «Der gute Mensch von Sezuan», «Mutter Courage» oder «Herr Puntila und sein Knecht Matti». (undatierte Aufnahme)
Keystone
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Herr Knopf, was hat Bertolt Brecht uns, die wir von der Finanzkrise geschüttelt werden, zu sagen? Viel! Brecht hat sich sehr früh sehr intensiv mit der kapitalistischen Finanzspekulation auseinandergesetzt. Ein Stück namens «Jae Fleischhacker», das an der Weizenbörse spielen sollte, hat er erst verworfen und dann zur «Heiligen Johanna der Schlachthöfe» umgearbeitet. Brecht hat sich gründlich in die entsprechende amerikanische Literatur eingelesen, er kannte ebenso «The Pit» – Frank Norris prototypische Erzählung, die die Getreidebörse zum Thema hat – wie zeitgenössische Zeitungsberichte, die ihm sein Bruder Walter aus den USA mitgebracht hatte.

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