Eine Literatur-Agenda, die inspiriert

Die neue Pestalozzi-Agenda widmet sich dem Thema Literatur.

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Guido Kalberer@tagesanzeiger

Spätestens am Montag ist fertig lustig: Die Schule ruft, und die etwas älteren Schülerinnen und Schüler sollten im Ranzen neben Etui und Lineal auch eine Agenda haben. Nicht irgendeine, sondern eine, die inspirierend wirkt. Eine solche ist die neue Pestalozzi-Agenda, die Charles Linsmayer zum Thema Literatur herausgegeben hat.

Das gelbe Büchlein kommt munter und verspielt daher und informiert auf seinem Weg durch die Wochen – vom Sommer 2019 bis zum Sommer 2020 – über das literarische Leben und Schreiben: Was ist ein Phonem und was eine Metapher? Wieso lebte Leo Tolstoi vegetarisch? Und wann wurde Schillers «Wilhelm Tell» uraufgeführt?

Die Agenda versammelt auch viele bemerkenswerte Zitate von Autorinnen und Autoren. Unter dem Datum des 7. Dezember 2019 findet sich etwa eine Aussage von Max Frisch, die man zustimmend liest: «Nicht nur indem wir schreiben, auch indem wir leben, erfinden wir Geschichten.» Und einige Seiten später reflektiert Susan Sontag über Bücher: «Sie sind eine Art und Weise, ganz und gar Mensch zu sein.» Auch erfahren wir einiges über die letzten Worte von Schriftstellern wie beispielsweise Oscar Wilde.

Sollte der Schulunterricht langweilig werden (und das tut er manchmal), kann man einfach diese Agenda zücken. Dass man beim Blättern die Zeit vergisst, spricht für die geglückte Auswahl der in ihr versammelten Themen und Texte.

Pestalozzi-Agenda 2019/20 Literatur. Herausgegeben von Charles Linsmayer. Werd-Verlag, Zürich 2019. 320 S., ca. 16 Fr.

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